Donau Fluss und Region

Als einziger großer europäischer Fluss fließt die Donau von Westen nach Osten. Richtung Sonnenaufgang. Auf dem Rückweg werden Sie die Landschaft in einem ganz neuen Licht sehen. Dann fahren Sie dem Sonnenuntergang entgegen. Einen Unterschied zwischen Tag und Nacht spüren Sie garantiert in den pulsierenden Metropolen Wien, Budapest und Bratislava. Wir heißen Sie willkommen auf der Königin der Flüsse.

Passau

Schon immer war die blaue Donau, die hier mit dem grünen Wasser des Inns und dem tiefschwarzen der Ilz zusammenfließt, heimliche Regentin der Dreiflüssestadt Passau. Adalbert Stifter setzt der Stadt mit seiner großen historischen Erzählung „Witiko“ ein literarisches Denkmal, in dem er von der einzigartigen Landschaft schwärmt, die die zuweilen dreifarbige Donau prägt.

Die weltweit größte Böhmerglassammlung des Glasmuseums Passau erzählt davon, wie begehrt dieses Handelsgut war. „Das schönste Glashaus der Welt“, nannte Friedrich Dürrenmatt das Museum. Fünfzehn Brücken verbinden Altstadt, Innstadt und Ilzstadt und machen Passau zu einem kleinen Donau-Venedig. Fast südländisch mutet das Flair der Altstadt an, wo Architektur und Kirchenkunst an Italien erinnern. In der Höllgasse, auch Künstlergasse genannt, findet man in den detailgetreu sanierten mittelalterlichen Häusern zahlreiche Galerien und Künstlerwerkstätten. Einst kamen die Materialien wie Gold, Edelsteine, Holz und Pigmente für Farben über den Fluss in die Stadt.

Am höchsten Punkt der zwischen den Flüssen eingebetteten Altstadt steht der prunkvolle St. Stephans Dom, der die größte Domorgel der Welt beherbergt. Auf der anderen Donauseite ist die Veste Oberhaus nicht zu übersehen – eine der größten Burganlagen Europas.

Schlögener Schlinge

Hier, wo der Fluss sich gemächlich in seinem Bette räkelt, da mag es wohl entstanden sein, das Nibelungenlied, ein mittelalterliches Epos und eines der größten Werke der Weltliteratur. Die frühen Überlieferungen des Epos stammen aus diesen Gegenden, wo die Donau gemächlich ihre Schleifen zieht und wo sie womöglich ihren Beinamen erhielt: Nibelungenstrom.

Einzigartig wie die Dichtung ist die Landschaft. Hier bahnt sich die Donau einen Weg durch das böhmische Massiv, windet sich eng um den Schlögenberg herum, dreht eine Pirouette, gleich noch eine und ändert so gleich zweimal ihre Richtung um 180 Grad. Zurecht wurde die Schlögener Schlinge zwischen Passau und Linz, die zu den schönsten, wildesten und ursprünglichsten Abschnitten der Donau zählt, im Jahr 2008 zum „Naturwunder Oberösterreichs“ erklärt.

Hoch über dem Fluss thront die Burg Haichenbach, heute eine verwunschen aussehende Ruine. Sie war zu ihrer Blütezeit oft Zeugin mancher Schiffbrüche, die einst reisende Händler an den Engstellen der Donau traf. Doch diese Gefahren sind längst gebannt und so kann sich der Reisende an Deck ganz dem Genuss der atemberaubenden Natur hingeben und stimmt vielleicht ein in die Prophezeiung eines unbekannten Wanderers, der am Aussichtsblick über die Schlinge dichtete: „Wenn du den Blick zur Donau senkst, dabei an etwas Liebes denkst, kurz, still verharrst wie im Gebet, ein Wunsch dir in Erfüllung geht.“

Weniger bekannt als das Naturschauspiel ist, dass hier im Donautal bereits seit dem Mittelalter Wein angebaut wird. Die kleinen Weingüter nahe Aschach zeugen noch heute davon und laden ein zum Heurigen in schattigen Gastgärten am Flussufer.

Melk / Wachau

Krems / Wachau

Dürnstein

Schon von weitem leuchtet die barockgelbe Fassade des Benediktinerstiftes Melk dem Reisenden entgegen. Auf einem Felssporn über der Donau, am Eingang der Wachau gelegen, beweist der Prachtbau noch heute, dass er einst in der Absicht errichtet wurde, den Petersdom in Rom zu übertreffen. Zu den größten Schätzen des Stiftes Melk zählt der kostbar ausgestattete Bibliothekssaal, den nicht allein ein prächtiges Deckenfresko schmückt, sondern auch eine echte Gutenberg-Bibel,
die zur umfangreichen Sammlung gehört.

Die mehr als 1000 Jahre alte Stadt gilt als eine der schönsten Niederösterreichs. Die vielen Bauwerke aus der Zeit vor 1800 im historischen Zentrum erinnern an ein wohlhabendes Bürgertum. Krems liegt am Rande der Wachau, in der man wegen des milden Klimas und der vielen Sonnentage im Jahr auf jahrhundertealte Winzerkultur trifft. Kaiser Franz Joseph II. verlieh den Kremser Winzern einst das Schankrecht – noch heute zeugen zahlreiche Buschenschänken von diesem Privileg.

Dürnstein liegt, eingebettet in eine bezaubernde Flusslandschaft, zwischen den Terrassen alter Weingärten. Donaureisende sehen als erstes die Burgruine, die oberhalb des malerischen kleinen Städtchens liegt. Kein Geringerer als König Richard Löwenherz von England wurde hier auf seinem dritten Kreuzzug gefangengehalten und erst gegen ein reichhaltiges Lösegeld von den in Dürnstein herrschenden Kuenringern freigelassen.

Wien

„An der schönen blauen Donau…“ hat Walzerkönig Johann Strauß komponiert – und nicht nur er: die ganze Stadt ist Musik. In der Fußgängerzone beim Stephansdom spielt ein Streichquartett Mozart, und vorm Hotel Sacher schieben Musikstudenten einen echten Konzertflügel aufs Pflaster. Nirgendwo anders kann man besser die kontemplative Langsamkeit des Flusses mit an Land nehmen und sich einfach treiben lassen als in Wien.

Ausgiebig von exotischen Früchten auf dem Naschmarkt kosten, auf den Spuren des Streifens „Der dritte Mann“ sich unter die Stadt in die Kanalisation führen lassen oder eine Gondel des Riesenrads im Prater besteigen, im Park bei Schloss Schönbrunn unter alten Bäumen ausruhen oder an der Hofburg darauf spechten, dass eines der Tore zu den Stallungen der Hofreitschule offen steht und den Blick auf die edlen Lipizzaner freigibt – Wien ist ein Eldorado für Entdeckungsreisende. Wer mag, lässt sich auf die morbide Seite der Donaustadt ein und besucht auf dem Zentralfriedhof dessen prominente Bewohner wie Franz Schubert, Curd Jürgens oder den Sänger Falco.

Wien ist mit seiner exponierten Lage an der Donau das Tor zum Balkan. Hier trifft westeuropäische Moderne auf das Traditionsbewusstsein Osteuropas. Und wo wäre das besser zu spüren als im kleinen Café Hawelka, wo es zwischen Dichtern und Lebenskünstlern zum Kleinen Braunen noch den neuesten Schmäh zum Herrn Kammersänger oder der Frau Kommerzienrat dazu gibt?

Budapest

Budapest auf dem Wasserweg entgegenfahren ist wie in vergangene Jahrhunderte eintauchen. Der Strom schneidet mitten durch die Stadt, teilte sie einst in Buda und Pest. Erst Ende des 19. Jahrhunderts durften sie zusammenwachsen zum heutigen Budapest. Die steinerne Kettenbrücke ist heute Zeuge der ersten festen Verbindung. Am Fuß der Brücke liegt die Talstation Siklò, zweitälteste Standseilbahn der Welt. Sie bringt uns hinauf in das Budaer Burgviertel, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

In den verwinkelten Gassen wähnt man sich im Mittelalter. Hier oben wohnen Präsidenten, Konsulate und Minister zwischen den niedrigen teils putzigen Gebäuden. Auch liegt die Fischerbastei dort oben, ein Budapester Wahrzeichen. Von der Terrasse hat man eine atemberaubende Aussicht auf das gegenüberliegende Donauufer mit dem mehr als beeindruckenden Parlamentsgebäude. Nicht der einzige geschichtsträchtige Monumentalbau der
Stadt: Auch die Staatsoper und die Ungarische Akademie der Wissenschaften sind im Stil der Neorenaissance sowie das berühmte Heilbad Gellért. Jugendstil-Architektur und prachtvolle Baudenkmäler rundum. Für Thomas Mann war Budapest „womöglich die eleganteste Stadt Europas“. Gewiss hatte er dabei die Donaupromenade vor Augen, einstige Flaniermeile der Adligen in k.u.k. Zeiten, heute salopp „Donaukorso“ genannt und erste Adresse für Luxushotels.

Bratislava

Kalosca

Mohács

Was wäre eine Donaustadt ohne ihre Burg? Im Dreiländereck Slowakei-Österreich-Ungarn ist sie der erste Gruß der slowakischen Hauptstadt. Hier treffen die Kulturen aufeinander, buntes Sprachgewirr erfüllt die Altstadtgassen, gesäumt von vielen gut erhaltenen Stadtpalästen im Barock-und Rokokostil. Und beinahe glaubt man, hier noch die Musik der Habsburger Zeit durch die Gassen klingen zu hören.

Das „rote Gold“ ist die Farbe des Städtchens, das südlich von Budapest am östlichen Donauufer liegt: Kalosca, eine der ältesten ungarischen Städte, ist umgeben von Feldern jenes Gemüses, das Ungarn berühmt machte – Paprika. Einer Legende zufolge brachte die verschleppte Tochter eines Magyaren aus ihrer Gefangenschaft eine Handvoll Samen mit. Tatsächlich waren es spanische Händler,
die das Gemüse einführten. Daneben ist Kalosca berühmt für ein weiteres farbenfrohes Gut: die Tradition der Blumenstickerei.

An der Grenze zu Kroatien und Serbien gelegen, war Mohács gleich zweimal Schauplatz einer schicksalsträchtigen Schlacht. Im Jahr 1526 schlug der türkische Sultan hier den ungarischen König.125 Jahre später war es genau umgekehrt: die
Österreicher besiegten hier die Türken und beendeten die Belagerung. Heute ist Mohács für ein friedlicheres Ereignis bekannt: alljährlich findet hier zur Faschingszeit der größte Mummenschanz Ungarns statt und große Holzmasken prägen dann das Stadtbild.

Katarakten

Rousse

Donau Delta

Am „Eisernen Tor“ durchbricht die Donau die rumänischen Karpaten und die Ausläufer des Balkangebirges. Hier bahnt sie sich durch ein 130 Kilometer langes Flusstal ihren Weg. Der Strom spielt nun wieder die Hauptrolle und entführt aus den belebten Metropolen und historischen Kleinstädten in eine der wildesten und
großartigsten Landschaften Europas. Hoch aufragende Felswände erheben sich rechts und links der Donau und bilden die spektakuläre Kulisse eines großen Naturschauspiels.

Ob Ruse, Rousse oder Rustschuk, diese wichtigste Hafenstadt am bulgarischen Ufer der Donau hat viele Namen. Sie ist die Geburtsstadt Elias Canettis, des späteren Literaturnobelpreisträgers. Der prachtvolle Barockstil im Zentrum prägt das Gesicht von Rousse. Die zur Zeit einzige Brücke zwischen Bulgarien und Rumänien, die 2.200 Meter lange „Freundschaftsbrücke“, verbindet Rousse mit der rumänischen Stadt Giurgiu. Hier wird die Donau allmählich breiter, verschafft sich Platz. Das Land wird flacher. Das Meer ist nicht mehr fern.

Fluss und Land gehen jetzt oft fließend ineinander über und verschmelzen immer mehr zu einer einzigartigen Wildnis. Im Mündungsgebiet des Schwarzen Meeres ist Natur noch in ihrem Urzustand, die Konturen verschwimmen, als verwandele die Donau sich in ein gigantisches Aquarellgemälde. Das Donaudelta ist ein weltweit einmaliges Ökosystem und zählt zum Weltnaturerbe.
Mit seinem wohl größten zusammenhängenden Schilfrohrgebiet der Erde bietet es den Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Gelb blühende Seerosenfelder bedecken wie Teppiche die Wasserläufe, Reiher stehen im seichten Wasser, Kormorane haben im Sumpf ihr Zuhause, so große Pelikanschwärme findet man kaum noch anderswo – die prächtigen Fischfresser sind Symbol des Deltas. Ornithologische Entdeckungstouren entführen in eines der wenigen Rückzugsgebiete Europas. Das letzte Wort hat hier die Natur. Es verabschiedet sich der Fluss an dieser Stelle und verschwindet glitzernd im Meer.

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